Kaninchen

Myxomatose und RHD - Ist IHR Kaninchen geschützt?
 

Myxomatose und RDH (die sog. Chinaseuche) sind, neben dem Kaninchenschnupfen, die beiden wichtigsten Infektionskrankheiten des Kaninchens und werden durch Viren übertragen.


Infektionen der Myxomatose führen zu einem oft qualvollen Krankheitsverlauf, bei dem es zu starken Anschwellungen des Gesichts, der Augenlider und des Genitalbereichs (dem sog. Myxödem, daher der Name) kommt. Dazu verlaufen Infektionen mit dem Virus der RHD meist perakut, das heißt, die Tiere verenden plötzlich ohne das vorherige Auftreten von Krankheitssymptomen.

Wir empfehlen jährliche Wiederholungsimpfungen der RHD sowie die der Myxomatose alle 4-6 Monate, da es nach dieser „kurzen” Zeitspanne bereits zu einem massiven Abfall der Antikörper gegen die Viren kommt. Das Gedächnis des Abwehrsystems und die damit folgende Immunantwort der Zellen des Immunsystems halten nie lange vor.

Der hauptsächliche Überträger der Viren sind blutsaugende Insekten wie z.B. Stechmücken, wobei der Virus beim „Saugakt” auf das Kaninchen übertragen wird.

Viele Besitzer, deren Kaninchen „nur” in der Wohnung gehalten werden, glauben irrtümlicherweise ihr Kaninchen sei geschützt. Doch Mücken dringen auch durch angekippte Fenster in die Wohnung ein und was viele leider nicht wissen, der Virus kann auch durch unbewegte Gegenstände übertragen werden.

→ Durch das Pflücken von Löwenzahn oder ähnlichen Leckerbissen von der Wiese kann somit ebenfalls eine direkte Übertragung vom Wildkaninchen auf den mümmelnden Liebling in der heimischen Wohnung erfolgen.

Fazit:
Die regelmäßige Impfung und damit der verbunde Routinecheck inklusive Krallenpflege, Zahnkontrollprophylaxe, sollte fester Bestandteil im Leben Ihres „langohrigen” Mitbewohners sein.


Sollten Sie weitere Fragen haben, so zögern Sie sich nicht uns anzusprechen.